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Mittermayr Christian
titel der arbeit Fragmentierte Objekte
studienrichtung Medienkultur- und Kunsttheorieen
 
abstract
Grundlagen und Inspiration
In dem Werk „Fragmentierte Objekte“ widerspiegeln sich persönliche
Erfahrungen des Künstlers in einer der Derealisierung
unterworfenen Wirklichkeit. Es drückt sich der schwierige Umgang
mit der immer stärker werdenden Unverbindlichkeit von
Arbeitsverhältnissen und auch sozialen Beziehungen aus. Die
Basis des Werkes gründet auf der Betroffenheit über vermeintlich
vertrauenswürdig eingeschätzte Situationen, welche sich
letzten Endes als eine Umkehrung in ein unnötiges Übel herausstellen
und eine Situation der Sprachlosigkeit erzeugen.

Das Objekt
Die ausgeprägte Reflexion sozialer Prozesse mündet in der Zertrümmerung
einer Obstschale und der Auflösung eines Buches;
die Einfassung der so entstandenen Fragmente in eine Kiste und
deren Einmantelung in transparente Folie bilden eine Metapher
auf die Realität.

Die beiden Videos
In Alternative zu einer naiven Weltanschauung stellt sich der
Künstler einer destrukturierten Realität und schlüpft in eine erfundene
und nur teilweise sichtbare Figur, welche ohne nähere
Erklärung versucht, das Motiv mittels Handlungen zu vermitteln.

Intention
Eine in den Videos präzise Komposition von Anonymität betont
den Versuch, die Unsicherheit von Lebenssituationen, die damit
verbundene Entfremdung zu sich selbst sowie die zwangsläufig
ausfallende Selbstbegegnung darzustellen. Die Zertrümmerung
einer Keramik soll den Wunsch körperlicher Entspannung
versinnbildlichen. Die Auflösung eines Buches hingegen steht
für die Sehnsucht nach schwächeren Konturen des Geistes, im
Sinne einer Reduktion von Scharfsinnigkeit, bis hin zur vollständigen
Verschwommenheit der Gedanken.
Im Kontext der weißen Box mit schwarzen Kanten, in welchem
die Fragmente eingefasst sind, strahlt das Objekt in beunruhigender
Weise ein Scheitern von sozialer Interaktion, eine Gefühlskälte
unter Menschen aus.
   
   
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